Willkommen auf BELEGTE-BRöTCHEN.DE

belegte-brötchen.de bietet Ihnen weiterführende Links auf Webseiten zum Thema Belegte Brötchen

Startseite > Brötchen

'''Brötchen''' (verselbstständigtes Diminutiv von Brot) oder '''Semmel''' sind Bezeichnungen für Kleingebäcke verschiedener Art. In den verschiedenen deutschsprachigen Gebieten gibt es eine Vielzahl anderer Wörter dafür, die aber im Wesentlichen alle dasselbe bedeuten. Brötchen ist ein Sammelbegriff für meist ungesüßte kleine Gebäcke aus hellem oder dunklem Weizen- oder Roggenmehl, bzw. Mischungen von beiden Mehlsorten. Als Schüttflüssigkeit wird überwiegend Wasser verwendet (''Wasserbrötchen''), bisweilen aber auch Milch ''(Milchbrötchen)''. Als Lockerungsmittel kommen traditionell überwiegend Backhefe oder Sauerteig zur Anwendung. In Deutschland werden gemäß den Leitsätzen für Brot und Kleingebäck Brötchen nicht über 250?g gehandelt. 1957?wurde die gesetzliche Vorschrift für ein Mindestgewicht abgeschafft.

Das Wort ?Brödle? bezeichnet im Schwäbischen, Badischen oder Alemannischen nicht Brötchen im Sinne dieses Artikels, sondern steht für Plätzchen.

Brötchen sind meist Weizengebäcke und bleiben nicht lange knusprig oder weich. Das Innere von Brötchen nennt man Krume.

Das durchschnittliche Brötchen hat einen Energiewert von ungefähr 586?kJ (etwa 140?kcal). Ein Brötchen von 50?Gramm entspricht zwei Broteinheiten (BE).

Regionale Bezeichnungen

Neben dem Begriff ,Brötchen?, der vornehmlich im nördlichen Teil des deutschen Sprachraums Verwendung findet, bestehen in verschiedenen Regionen diverse andere Bezeichnungen.<ref name="ammon" /> Der Ausdruck ''Brötchen'' selbst kommt vor allem in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, im nördlichen Rheinland-Pfalz, weiten Teilen Hessens, im nördlichen Sachsen-Anhalt und Teilen Brandenburgs vor. In Thüringen, im südlichen Sachsen-Anhalt und in Sachsen wird sowohl ,Brötchen? als auch ,Semmel? verwendet. In Thüringen und Sachsen ist teilweise die Unterscheidung zwischen Brötchen und Semmel üblich ? Semmel bezeichnet dann das doppelte Brötchen.

In den meisten Regionen Deutschlands werden ,Brötchen? und ,Semmel? synonym verwendet, ausgenommen beim fast ausschließlich benutzten Kompositum ''-Brötchen, nicht jedoch bei den in Österreich hergestellten Aufbacksemmeln.

Die Verkleinerungsform zu Brot ist auch in den Redewendungen ?kleine Brötchen backen? und ?Brötchen verdienen? geläufig. Im alemannischen Vorarlberg findet sich vereinzelt neben ''Brötle'' auch ''Brötchen'' (gemeingermanisch). Als Oberbegriff für die ganze Produktpalette, inklusive Stangerl etc., fungiert ''Gebäck'' (Kleingebäck auch im deutschen und schweizerischen Lebensmittelkodex), in der Schweiz ist umgangssprachlich ''Brötli'' auch vertreten. In Altbayern fungiert vor allem der Begriff ''Semmel'' als Gemeinschaftsbezeichnung und es werden bei den Produktbezeichnungen auch die quadratischen kleinen Backwaren ''Semmeln'' genannt. In Österreich ist die Semmel üblicherweise rund ? mit Ausnahme der steirischen Langsemmel und vereinzelt in Vorarlberg. Die quadratischen Kleingebäcke werden meist ''Weckerl'' genannt, wie auch die eigentlichen kleinen, länglichen Kleingebäcke (die kleinen Wecken), sofern sie nicht in gewundener Form teilweise auch ''~spitz'' genannt werden (beispielsweise Kornspitz). Langes, dünnes Gebäck wird als ''~stangerl'', ''~stange'', ''~stängel'' bezeichnet, und rundes Gebäck üblicherweise ''~laibchen'' oder ''~laberl'' (der kleine Laib).

Auch ,Rundstück? und ,Schrippe? differieren in der Gegend um Hamburg durch unterschiedliche Formen. Hier gilt Brötchen als die Gemeinschaftsbezeichnung (siehe auch Roggenbrötchen, Sesambrötchen usw.).

  • ''Semmel'' (''die'', von unterschied man um 1500 die ?gezwickten? ''semelin'' von den ?ungezwickten? ''bollin''.
  • ''Weck(-en/-e/-a), als Diminutiv Weck(-le/-li/-la)'', althochdeutsch ''weggi''/''wecki'' (Keil; keilförmiges Gebäck). Vor allem in Baden-Württemberg, der Schweiz (siehe auch ''Weggli''), Rheinhessen, Südhessen, der Pfalz, Franken (Weggla) und dem Saarland, in Franken ursprünglich nur für Milchbrötchen; Wecken (ohne Diminutiv-Suffix -le/-li) bezeichnet in gewissen Regionen eine Brotgröße (wie z.?B. den Birnweggen in Luzern).
  • ''Rundstück'' in Schleswig-Holstein, Hamburg und Teilen des nordwestlichen Niedersachsens (siehe auch Rundstück warm)
  • ''Schrippe'' (von ''schripfen'' ,mit einem Messer einritzen?) in Berlin und Brandenburg, aber auch in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
  • ''Bömmel'' auf Hiddensee Mecklenburg-Vorpommern
  • ''Kipf(-l/-la/-le), Laabla (Laiblein), Stella/Stolle, Wegg(-la/-li)'' in Franken
  • im westniedersächsischen Platt heißen Brötchen ''Stüütkes'', Diminutiv von ''Stuuten'', der regionalen Bezeichnung für ''Weißbrot''; in der hochdeutschen Umgangssprache der Region hat sich allerdings ''Brötchen'' durchgesetzt

Herstellung

Heute werden Brötchen auch im Handwerk mit Unterstützung von Maschinen (zum Beispiel einer Brötchenpresse) überwiegend halbautomatisch gefertigt, während in der Industrie die Produktion vollautomatisch erfolgt. Das Formen mit der Hand ist heute im Handwerk eher selten anzutreffen.

Der Charakter eines Brötchens wird wesentlich durch die Teigführung geprägt. Speziell gezüchtetes Getreide, Backhefe, leistungsfähige Knetmaschinen und malzhaltige Backmittel verringern die Reifezeit der Teige erheblich. Heute werden Brötchenteige gewöhnlich ohne Vorteig direkt geführt. Zutaten sind zu mindestens 90?Prozent Mehl (Weizenmehl Typ?550), Wasser, Salz, Hefe und eventuell ein Backmittel. Ebenso ist die Zugabe von Milchfett (z.?B. Butter), Margarine, Speisefett (z.?B. Schmalz), Speiseöl und Zubereitungen daraus zulässig. Brötchen mit Roggenanteil und Samen sind weit verbreitet. Backmittel versorgen die Hefe mit Nahrung und verbessern die Stabilität, denn es wird für die Reifung weniger Stärke abgebaut. Vorwiegend wird Weichweizenmehl verwendet, das sich gut für die Brotbereitung eignet.

  • Die ''Verwendung von Bäckerhefe'' in direkter Führung ist heute die gebräuchlichste Methode, bedarf aber stärkeabbauender Backmittel und einer Teigruhe. Neuerdings sind aber auch Führungen mit Hefe und Vorteig anzutreffen. Im Bio-Bereich werden Brötchen mit Bio-Hefe hergestellt.
  • Bei der ''Traditionellen Führung'' (?Levain de pâte?) wird ein Teig mit einem gegorenen Restteig angesetzt und über Nacht gereift. Die lange Ruhezeit ist erforderlich, damit sich die Hefe vermehren kann und in ausreichender Menge vorhanden ist. Heute wird diese Führung nur noch vereinzelt in traditionellen Bäckereien angewendet. Nachteilig ist, dass die Teigmenge bereits am Vortag bestimmt werden muss.
  • Verwendung von ''Weizensauerteig'' (?Levain?). In fortlaufender Führung wird die Hefe lebend erhalten und vermehrt. Nachteilig ist bei diesem Verfahren der Anstieg der Milchsäure, die bei Weizenteigen nur in begrenzter Menge erwünscht ist, da sie die Backeigenschaften negativ beeinflusst.

Aufbackbrötchen

Im Handel sind auch tiefgekühlte oder ungekühlte Aufbackbrötchen erhältlich:
  • Tiefgekühlte Aufbackbrötchen werden in der Brotfabrik bereits zu rund 97 Prozent in Spezialöfen mit hoher Luftfeuchtigkeit fertig gebacken und danach schockgefroren. Im Handel sind diese dann in Tiefkühltheken erhältlich und 8 bis 12?Monate tiefgekühlt lagerfähig.
  • Ungekühlte Aufbackbrötchen werden in der Backfabrik nur zu 70 Prozent fertig gebacken, die restlichen 30 Prozent muss der Verbraucher nachbacken. Im Handel sind sie verpackt in einer Schutzatmosphäre erhältlich und 3 bis 10?Wochen lagerfähig.
  • Brötchen können auch nur vorgegärt als tiefgefrorene Teiglinge in die Endverkaufsgeschäfte geliefert werden und erst dort in Spezialöfen gebacken werden.

Zusätze

Bei der Herstellung von Brötchen dürfen verschiedene Zusätze verwendet werden. Folgende, als unbedenklich geltende Stoffe können zugesetzt werden: Lecithin, Genusssäuren wie Zitronensäure und Essigsäure, Zucker, Malzextrakt, Guarkernmehl (ein Verdickungsmittel), Soja- oder Bohnenmehl, Emulgatoren (veresterte Glyceride), wie zum Beispiel Diacetylweinsäureester, weiterhin Phosphat (Trennmittel), Säureregulatoren wie Calciumcarbonat oder Calciumsulfat, Enzyme, Mehlbehandlungsmittel wie Ascorbinsäure (Vitamin C) oder Cystin, Cystein sowie Aroma-Präkursoren für den Brötchenduft.

Lagerung

Brötchen sind Frischgebäcke und altern schnell. Mit zunehmendem Roggenanteil verbessert sich die Lagerfähigkeit; dennoch bleiben Brötchen nur wenige Stunden frisch und knusprig.

Die den Geschmack bestimmende Kruste ist nach dem Backen trocken. Sie nimmt aus Umgebung und Krume Feuchtigkeit auf, das Brötchen wird dann weich und pappig. Grundsätzlich sollen Brötchen trocken und kühl (aber nicht unter 7?°C) gelagert werden. Frische, warme Brötchen sollten sofort aus der Tüte genommen werden, da die ausdampfende Feuchtigkeit in die Kruste übergeht und sie weich macht.

Kurze Lagerzeit

Ein belegtes Brötchen wird in einer engen Kunststoff- oder Metallumhüllung schnell weich. Hier geht die Feuchtigkeit des Belages in das gesamte Brötchen über. Vorteilhaft ist auch, wenn Belag und Brötchen getrennt gelagert werden und das Brötchen erst kurz vor dem Verzehr belegt wird.

Im Haushalt bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. In einem Steintopf (Römertopf) oder einer Keksdose bleibt das Brötchen relativ lange knusprig. Es darf aber nicht mit feuchtem Gut (Schinkenbrötchen etc.) aufbewahrt werden, da hier die Feuchtigkeit wandert. Auch eine Brötchentüte ist geeignet.

Lange Lagerzeit

Bei längeren Lagerzeiten empfiehlt es sich, Brötchen in Plastiktüten zu lagern, damit sie nicht austrocknen, und vor dem Verzehr im Ofen oder auf dem Toaster aufzubacken. Brötchen können gut eingefroren werden. Dabei ist zu beachten, dass aus dem Gefriergut auch unter diesen Umständen Feuchtigkeit entweicht (Gefriertrocknung).

Brötchensorten

Allgemeine Varianten

  • ''Weizenbrötchen'' beziehungsweise ''Weißgebäck'' (z.?B. Kaisersemmel) müssen aus mindestens 90 Prozent Weizenmehl hergestellt werden
  • ''Weizenmischbrötchen'' werden aus mehr als 50, jedoch weniger als 90 Prozent Weizenmehl hergestellt
  • ''Roggenbrötchen'' müssen in Deutschland mindestens 50 Prozent Roggenmehl enthalten. In Österreich müssen es wie beim Brot 90?Prozent sein
  • ''Vollkornbrötchen'' müssen in Deutschland aus mindestens 90 Prozent Roggen- und Weizenvollkornerzeugnissen in beliebigem Verhältnis zueinander hergestellt werden
  • ''Schrotbrötchen'' werden aus mindestens 90 Prozent Roggen- und Weizenbackschrot in beliebigem Verhältnis zueinander hergestellt
  • ''Schwedenbrötchen'' auch Blätterteigbrötchen oder Dänische Brötchen in Deutschland. Der Brötchenteig wird mit Fett touriert, wie Plunderteig
  • ''Milchbrötchen'' (auch ''Mundbrötchen'' oder ''Kuchenbrötchen'' in Sachsen, ''Micke'' im Ruhrgebiet, ''Stütchen'' am Niederrhein (Region) und ''Weckchen'' im Rheinland) enthalten Milch oder Milchpulver im Teig
  • ''Fettsemmeln'' enthalten Fett im Teig
  • ''Kartoffelbrötchen'' enthalten Kartoffelstärke
  • Mohn-, Sesam-, Kümmel- brötchen usw. sind Varianten einfacher Brötchen, die auf der Oberseite mit Gewürzen, Samen, Salz oder Getreide bestreut sind. Sie werden auch in Form von Hörnchen oder Stangen gewickelt
  • ''Jourgebäck'', auch ''Partygebäck'' werden vor allem in Österreich verkleinerte Versionen der üblichen Kleingebäcke bezeichnet
  • ''Partybrötchen'' sind kleine, etwa 15 bis 20 Gramm schwere Brötchen. Sie werden vor dem Backen mit Zwiebeln, Speck, Mohn, Sesam, grobem Salz oder Sonnenblumenkernen bestreut. Oft werden die Teiglinge zu Brötchenrädern (auch Partyrad oder Partysonne genannt) in der Größe von Fladenbroten zusammengelegt. Durch ihre geringe Größe sind sie im Vergleich zu herkömmlichen Brötchen deutlich besser ausgebacken und knuspriger.
  • ''Pizzabrötchen'' einfache, in Pizzerien weit verbreitete Form von Brötchen, die aus herkömmlichem Pizzateig hergestellt werden
  • ''Käsebrötchen'' einfaches (bestehend aus Mehl, Trockenhefe, Salz, Zucker, Käse, Eigelb, Milch) Brötchen mit Käse überbacken, mit verschiedenen Käsesorten
  • ''Rosinenbrötchen'' oder regional ''Mürbchen'', ''Hedeweggen/Hedwig'' oder ''Heißwecken'' sind gebackene süße Milchbrötchen. Sie werden aus Weizenmehl, Milch, Zucker, Margarine, Hefe, Backmalz, Salz und Rosinen hergestellt
  • ''Eierweck'' bestehen im Prinzip aus den gleichen Zutaten wie Rosinenbrötchen, werden jedoch ohne Rosinen hergestellt und meist während des Backens oberseits in der Mitte der Länge nach aufgerissen
  • ''Glutenfreie Brötchen'' werden mit Reismehl und Mais- oder Kartoffelstärke gebacken.

Regionale Varianten

Es gibt zahlreiche regionale Varianten, die bezüglich Brötchenteig und in der Form abweichen und eigene Bezeichnungen haben.

  • ''Fastenwaien'' werden in der Schweiz und in Südwestdeutschland während der Fastenzeit in den Bäckereien angeboten. Der Teig enthält Fett und/oder Eier, wird flach rautenförmig ausgezogen, vierfach eingeschnitten und mit Kümmel bestreut.
  • ''Hörnchen'' sind hörnchenförmig gebackene Brötchen aus Semmelteig, in der Hamburger Gegend aus Milchteig. In Tschechien und der Slowakei ist die Hörnchenform für Brötchen Standard. Im deutschsprachigen Raum gibt es sie zum Beispiel in Sachsen und im Rheinland. In manchen Regionen, zum Beispiel im Rheinland, gibt es Hörnchen- und Stangengebäck aus Brötchenteig vorrangig mit Käse überbacken oder mit Kümmel, Salz oder anderen Zutaten bestreut. In Süddeutschland wird der Begriff gelegentlich ebenfalls für die nicht zu den Brötchen gezählten Croissants benutzt.
  • ''Kaiserwecka'', ''Kaisersemmel'' in der Schweiz und Süddeutschland, in Norddeutschland ''Kaiserbrötchen''. Sie besteht aus normalem Weißbrotteig mit langer Teigführung. Sie ist rund und weist auf der Oberseite ein typisches fünfteiliges Spiralmuster auf. Ursprünglich wurde es durch aufwändiges Wirken des Teiges erzeugt, heute wird in der Regel ein spezieller Stempel auf das angegarte Teigstück gedrückt. Die Semmel hat dadurch einen höheren Anteil an Kruste und ist deshalb ?resch? / ?kross? und aromatischer.
  • ''Semmel'', ''Kaisersemmel'' in Österreich. Teig und Form wie oben angeführt, die Kaisersemmel ist aus der gleichen Teigmenge gebacken. Unterschieden wird zwischen Handsemmel und Maschinensemmel (wie im Bild). Handsemmeln werden von Hand geformt und haben herstellungsbedingt ein unregelmäßiges Spiralmuster. In Hamburg heißt es Kaiserbrötchen.
  • Bei der ''Semmel'' oder ''Kieler Semmel'' in Schleswig-Holstein besteht der Teig zu mindestens 90 Prozent aus Weizenmehl. Die geformten Gebäckstücke werden auf einer mit Fett und Salz versehenen Platte ?aufgescheuert?. Hierdurch entsteht eine matte, raue, feste, salzige und leicht fettige Kruste. Aufgrund des hohen Anteils von Handarbeit bei der Herstellung immer seltener werdend.
  • ''Schlumbergerli'' oder ''Schlumbi'', in der Schweiz und um Basel, sind runde Semmeln, bei denen die Teigbearbeitung auf geölter Arbeitsfläche erfolgt. Sie weisen einen charakteristischen Rosettenbruch auf.
  • ''Kipf'' auch ''Spitzweck'' oder ''Spitzwecken'' in Süddeutschland, längliche Form mit spitz zulaufenden Enden (längs eingeritzt).
  • ''Zipfelwecken, Zipfelbrötchen'', auch ''Spitzweck'' oder ''Spitzwecken'', ist eine Variante des Kipf aus Schwaben. Leicht süßlich schmeckendes Milchbrötchen mit spitz zulaufenden Enden und drei bis vier charakteristisch spitzen ?Zipfeln?.
  • Seele ist ein baguetteartiges Weißbrotgebäck der Oberschwäbischen Küche aus Dinkel. Die Seele ist außen knusprig, innen weich, luftig und feucht. Aus einem ähnlichen Teig, aber in anderer Form, wird der Knauzen hergestellt.
  • ''Knauzen'' ist ein besonders großes Brötchen aus Dinkel- und Weizenmehl. Er ist als Spezialität besonders in Oberschwaben bekannt. Den speziellen Geschmack erhalten sie durch Handarbeit und eine lange Reifezeit von bis zu 20?Stunden. Durch das Backen in einem besonders heißen und trockenen Ofen (hinten offen) bildet sich erst eine Kruste, und wenn dann das Innere aufgeht, bricht die Kruste an einer Stelle auf und es bildet sich eine Ausstülpung: der Knauzen.
  • ''Knüppel'' bzw. ''Berliner Knüppel'' in Berlin, Brandenburg und Sachsen in Handfertigung länglich geformtes (?eingeschlagenes?) Brötchen mit einem Anteil von Milch und Salz im Teig.
  • Das als ''Kümmelstange'' oder ''Stalzstange'' (in Österreich ''Salzstangerl'') bekannte, längliche Kleingebäck besteht aus einem hellen Hefeteig (Germteig), das von Hand oder maschinell in Form gebracht und mit Salz und Kümmel bestreut wird.
  • Die ''Konduktsemmel'' (auch: ''Totenlaibchen'') gibt es in Oberösterreich zur Mahlzeit nach einem Begräbnis, dem Kondukt. Sie ist größer als normale Semmeln und mit Kümmel und Anis bestreut.
  • ''Langsemmel'' in der Steiermark weit verbreitete Semmelvariante und wird deshalb auch Steirische Langsemmel genannt. Sie besitzt eine ovale Form mit einer ausgeprägten Längsrille, an der sie in zwei Teile gerissen werden kann.
  • . Hierdurch ergibt sich der typische Geschmack und die glänzende, dunkelbraune Farbe. Meist kreuzförmig eingeschnitten und mit grobem Salz bestreut.
  • ''Pfennigmuggerl'' in Altbayern und München ist ein kleines rundes Brötchen, das aus einem Gemisch aus Roggen- und Weizenmehl gebacken wird. Es ist besonders knusprig, da sie kleiner als andere Brötchen ist.
  • ''Röggelchen'' in Düsseldorf und Köln sind gleichfalls mit mindestens 50 Prozent Roggenmehl gebacken und werden zum Beispiel als Halver Hahn mit Gouda in Gaststätten angeboten. Das Doppelbrötchen wird sehr dunkel ausgebacken.
  • ''Passauer Rosensemmel'' oder kurz ''Passauer'' oder ''Rosensemmel'' ist eine im Raum Passau verbreitete Variante der Weizensemmel. Durch entsprechende Vorbehandlung ? der Teigling wird nach dem ?Schleifen? gewendet und die ?offene Fläche? zusätzlich mit Fett oder Öl behandelt ? reißt die Kruste während des Backprozesses auf und erinnert damit mehr oder weniger an eine Rose. Im Passauer Raum sind die Bezeichnung Passauer oder Rosensemmel eher unüblich, dort ist im Gegensatz zur Kaisersemmel die Bezeichnung ''Aufgerissene Semmel'' üblich.
  • Das ''Rundstück'' in Hamburg, Schleswig-Holstein und im nördlichen Niedersachsen ist rund bis leicht länglich und hat keine Einschnitte.
  • Die ''Schrippe'' in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Teilen Brandenburgs und Frankens ist länglich und geschrippt. So wird das tiefe einschneiden in Längsrichtung auf der Oberseite genannt. Der Name ''Schrippe'' leitet sich von der Tätigkeit des schrippens ab. Dadurch bekommt sie mehr knusprige Kruste und gart gleichmäßig durch. Sie besteht grundsätzlich aus Wasser- und nicht aus Milchteig.
  • Der ''Schusterjunge'' in Berlin ist aus einem Weizen-Roggen-Mischmehl gebacken. Er hat eine dunkelbraune Farbe, bleibt etwas länger haltbar und ist meist etwas weicher im Biss als die Weizenmehlbrötchen. Charakteristisch ist die zweifach geschnittene Oberfläche. In Schlesien wurde früher ein Brötchen, dessen geplante Ausformung misslungen war (keine Längsspalte in der Mitte) als ''Schusterjunge'' bezeichnet und preiswerter abgegeben.
  • ''Splitterbrötchen'' sind eine leicht süße, fettreiche Brötchenspezialität aus Berlin, die ihren Namen durch die zerklüftete Oberfläche erhielten.
  • ''Semmel'' in Sachsen, Brandenburg und Franken sind zwei zusammengefügte, kleine Brötchen, meist mit Längsschnitt (?Doppelsemmel?).
  • '' gegessen.
  • ''Springbrötchen.'' auch ''Springer'' genannt, im Großraum Osnabrück, sind Brötchen aus kleberarmem Mehl, die vor dem Backen mit einer Fettschicht bestrichen werden.
  • ''Stollen'' sind längliche, etwas größere Brötchen, meist leicht mit Anis gewürzt. Sie kommen in Oberfranken vor und werden vorzugsweise mit zwei oder drei Kulmbacher Bratwürsten verzehrt.
  • Die ''Strohsemmel'' ist eine Art Milchbrötchen, das vor dem Backen mit kochendem Wasser (oder Honigwasser) gebrüht und auf Roggenstroh gebacken wird. Die Unterseite weist Rillen vom Stroh auf und manchmal sind sogar noch Reste des Strohs zu finden. Strohsemmel sind nur in wenigen Städten wie Lemgo bekannt.
  • ''Vinschgauer'' sind handtellergroße, zwei bis drei Zentimeter dicke Fladenbrötchen aus Roggen-Weizen-Sauerteig und Hefe aus dem Südtiroler Vinschgau.
  • ''Wasserweck'' in Frankfurt am Main, Rheinland-Pfalz, Baden und dem Saarland werden aus Mehl, Salz und Wasser hergestellt. Form: jeweils zwei kugelrunde Brötchen hängen aneinander. Deshalb nennt man sie auch Doppelweck oder Paarweck, in Sachsen auch ?ein Doppeltes?, in Rheinland-Pfalz auch ?Schösschen? (gesprochen Schöss-chen).
  • ''Zeilensemmel'' in der Steiermark aus sechs aneinandergereihten, länglichen Semmeln.

Verzehrformen

Brötchen werden häufig auch im Bereich Fastfood verwendet und z.?B. in Form von fertig belegten Brötchen angeboten. Dies erfolgte ursprünglich ausschließlich im Bäckerhandwerk selbst, im Rahmen der sogenannten Bäckergastronomie. Wegen der Beliebtheit dieser Produkte findet man mit Käse oder Schinken belegte Brötchen heute jedoch bei vielerlei Anbietern und neuerdings sogar bei einigen Fastfood-Ketten.

Handwerkliche Herstellung

<gallery caption="Vom Teig zum Brötchen" perrow="3" widths="200px">
Výroba housek (1).JPG|Fertig gekneteter Teig
Výroba housek (2).JPG|Teilung in einzelne ?Brüche? (1 Bruch = 30 Brötchen)
Výroba housek (3).JPG|Hydraulischer Teigteiler
Výroba housek (5).JPG|Aus den einzelnen Teigstücken ?
Výroba housek (7).JPG|? werden ?
Výroba housek (8).JPG|? die eigentlichen Teiglinge geformt
Výroba housek (10).JPG|Die Oberfläche wird angefeuchtet, ?
Výroba housek (12).JPG|? damit sie mit Mohn oder Sesam bestreut werden kann
Výroba housek (14).JPG|Fertig gebackene Brötchen
</gallery>

Weblinks

Einzelnachweise